• ESC-Wetten sehen Finnland klar vorne.
• Deutschland zählt nur zu den Außenseitern.
• Wetten auf das Event in Deutschland verboten.
Am Samstag blicken Musikfans aus ganz Europa nach Wien, wo der Eurovision Song Contest 2026 stattfindet. Die österreichische Hauptstadt richtet den Wettbewerb bereits zum dritten Mal aus und feiert dabei gleichzeitig das 70-jährige Jubiläum des Musikspektakels. Auch jetzt fragen sich wieder Millionen von Fans, welcher Act den berühmten Glaspokal gewinnen könnte.
Besonders ein Land hat sich nach den zweiten Proben deutlich von der Konkurrenz abgesetzt: Finnland. Das Duo Linda Lampenius und Pete Parkkonen gilt mit dem Song „Liekinheitin“ inzwischen als klarer Topfavorit. Laut aktuellen Prognosen rechnen rund 37 Prozent mit einem finnischen Sieg. Vor allem die aufwendige Bühneninszenierung und die Mischung aus Pop, Rock und markanten Violinen-Elementen sorgen für Begeisterung in der ESC-Bubble.
Hinter Finnland kämpfen aktuell vor allem Griechenland, Dänemark und Australien um die besten Ausgangspositionen. Benjamin Hertlein, Chefredakteur von ESC kompakt, sagt zum dänischen Mitfavoriten:
„Der Beitrag ist ein moderner, eingängiger Song, der schon beim ersten Hören im Ohr bleibt. Dazu kommt, dass Søren eine sehr starke Bühnenperformance bietet, die den Auftritt zusätzlich aufwertet.“
Weniger euphorisch fällt der Blick auf Deutschland aus. Sarah Engels tritt mit „Fire“ an, rangiert bei den Buchmachern derzeit aber lediglich im unteren Bereich des Teilnehmerfeldes. Viele Prognosen sehen Deutschland nur auf Platz 23 von 35 Ländern.
Auch Österreich und die Schweiz bewegen sich im hinteren Mittelfeld der Einschätzungen. Dennoch zeigt die ESC-Geschichte regelmäßig, dass starke Live-Auftritte oder unerwartete Publikumslieblinge die Rangliste innerhalb weniger Minuten komplett verändern können.
ESC-Wetten: Finnland enteilt der Konkurrenz
Die aktuellen Wettquoten zeichnen inzwischen ein ziemlich klares Bild. Finnland führt den Markt mit einer Quote von etwa 2,10 an. Dahinter folgen Griechenland mit rund 6,00 und Dänemark mit etwa 7,00. Australien bewegt sich je nach Anbieter zwischen 11,00 und 13,00. Frankreich bleibt mit einer Quote um 10,00 ebenfalls in Reichweite der Spitzengruppe.
Deutlich schwieriger sieht es dagegen für die deutschsprachigen Länder aus. Deutschland wird mit Quoten von teils über 250,00 nur minimale Siegchancen eingeräumt. Bei Österreich und der Schweiz stehen die Siegquoten sogar bei lediglich 300 bis 500.
In Deutschland sind ESC-Wetten rechtlich nicht erlaubt. Der Glücksspielstaatsvertrag nennt nur Online-Glücksspiele wie Sportwetten, Poker oder virtuelle Automatenspiele als zulässig. Eventwetten auf Shows wie den ESC gehören nicht dazu. Die Behörden argumentieren unter anderem damit, dass das Ergebnis nicht allein von klar messbaren Leistungen abhängt, sondern auch von Juryentscheidungen und Zuschauerabstimmungen beeinflusst wird.
Trotz aller Prognosen bleibt der ESC aber traditionell ein Wettbewerb voller Überraschungen. Gerade emotionale Live-Momente, spektakuläre Bühnenbilder oder virale Social-Media-Reaktionen können die Stimmung innerhalb weniger Stunden komplett drehen.
Und genau das macht den Reiz des Eurovision Song Contest bis heute aus: Zwischen Glitzer, Drama und großen Hymnen scheint am Ende doch jedes Jahr wieder alles möglich zu sein.

