• Grand Casino Luzern blickt auf insgesamt erfolgreiches Jahr 2025.
• Online-Casino mycasino bleibt klarer Wachstumstreiber.
• Trotz schwierigem Marktumfeld stabile Dividende.
Die Grand Casino Luzern Gruppe blickt auf ein anspruchsvolles, aber insgesamt erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Zwar lagen zentrale Kennzahlen unter den Rekordwerten des Vorjahres, dennoch gelang dem Unternehmen ein positiver Abschluss. Besonders das Online-Geschäft bleibt dabei das Fundament des Erfolgs – während klassische Casinos zunehmend unter Druck geraten.
Der Bruttospielertrag der gesamten Gruppe fiel 2025 um 3,3 Prozent niedriger aus als im Rekordjahr 2024. Dennoch lag das Ergebnis weiterhin über dem Niveau von 2023. Auch der Konzerngewinn ging im Vergleich zum Vorjahr zurück, blieb aber ebenfalls höher als noch zwei Jahre zuvor. Der Verwaltungsrat will den Aktionärinnen und Aktionären deshalb erneut eine unveränderte Dividende von 12 Franken pro Aktie und Genussschein auszahlen.
Vor allem das Online-Casino „mycasino“ spielt für die Luzerner inzwischen eine zentrale Rolle. Bereits 2024 hatte die Plattform ihren Bruttospielertrag um 3,7 Prozent auf 98,44 Millionen Franken gesteigert und damit einen Marktanteil von 32 Prozent erreicht. Das macht mycasino weiterhin zum größten Online-Casino der Schweiz. Gleichzeitig sank der Bruttospielertrag des klassischen Casinos in Luzern zuletzt um 4,5 Prozent auf 26,23 Millionen Franken – trotz steigender Besucherzahlen.
Wolfgang Bliem, CEO der Kursaal-Casino AG Luzern, erklärt anlässlich der Präsentation der Zahlen:
„Die Branche befindet sich in einem strukturellen Wandel. Das Online-Geschäft gewinnt massiv an Bedeutung, während traditionelle Casinos stagnieren.“
Die Zahl der Besucher im Grand Casino Luzern stieg zuletzt leicht um 0,7 Prozent auf 160.661 Gäste, die allerdings pro Kopf weniger Geld im Casino ließen. Gleichzeitig reduzierte die Gruppe ihre Vollzeitstellen von 193 auf 181 Beschäftigte, was einem Rückgang von 6,2 Prozent entspricht. Das Unternehmen reagierte damit auf steigende Kosten und den zunehmenden Wettbewerbsdruck im digitalen Glücksspielmarkt.
Online bleibt der entscheidende Wachstumsmotor
Um das schwierige stationäre Geschäft zu stützen, setzen die Verantwortlichen in Luzern verstärkt auf Innovationen im Online-Bereich. 2025 führte mycasino unter anderem sogenannte Instant-Auszahlungen ein. Gewinne können dadurch innerhalb weniger Sekunden direkt auf das Bankkonto der Spieler überwiesen werden. Zusätzlich investierte das Unternehmen in neue Event- und Pokerformate vor Ort.
Ein wichtiger Schritt war dabei die Eröffnung des neuen „Poker Circle“. Der exklusive Pokerbereich soll die Marke des Grand Casino Luzern langfristig stärken und neue Zielgruppen ansprechen. Bereits die ersten Turniere sorgten für große Resonanz unter Pokerfans aus der Schweiz und dem Ausland.
Seit 2002 hat das Grand Casino Luzern fast 600 Millionen Franken an Spielbankenabgaben zugunsten der Schweizer AHV abgeführt. Allein 2024 stieg die Abgabe um weitere 1,5 Millionen auf knapp 61,3 Millionen Franken. Damit gehört das Unternehmen zu den wichtigsten Geldgebern für die Altersvorsorge innerhalb der Schweizer Casino-Branche.
Trotz der soliden Ergebnisse bleibt der Ausblick vorsichtig. Die gesamte Branche befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel: Online-Angebote wachsen weiter, während klassische Spielbanken vielerorts mit stagnierenden oder rückläufigen Umsätzen kämpfen. Hinzu kommen höhere Personal- und Betriebskosten.
Die Verantwortlichen in Luzern wollen deshalb künftig noch stärker auf Effizienz, lizenzierte digitale Angebote und kombinierte Erlebnisse aus Online- und Präsenzcasino setzen. Dank der verlängerten Konzession bis 2044 sieht sich die Gruppe dafür langfristig gut aufgestellt, auch wenn der Wettbewerb in der Schweizer Glücksspielbranche spürbar härter geworden ist.

