• Die Casino-Lizenzen dürften in New York für jährliche Milliardenumsätze sorgen.
• 5,6 Mrd. US-Dollar durch die drei neuen Casino-Resorts erwartet.
• Analysten sehen New York vor einem Sprung in die globale Spitzengruppe.
Die künftigen Casino-Lizenzen in New York dürften den Glücksspielmarkt im Big Apple in neue wirtschaftliche Dimensionen heben. Laut einer aktuellen Analyse von CBRE Institutional Research könnten die drei Casino-Lizenzen in der Region jährlich bis zu 5,6 Milliarden US-Dollar (rund 5,2 Milliarden Euro) an Bruttospielerträgen (GGR) generieren.
Selbst im Basisszenario gehen die Analysten noch von 4,7 Milliarden US-Dollar pro Jahr aus. Damit würde New York nach vollständigem Hochlauf hinter dem Las Vegas-Strip zum zweitgrößten Casino-Markt der USA aufsteigen.
Für den Staat New York geht es nicht nur um Glücksspiel, sondern auch um Infrastruktur, Jobs und Steuereinnahmen. Schon die Lizenzvergabe selbst bringt pro Projekt rund 500 Millionen US-Dollar ein. Dazu kommen langfristig Milliarden aus Steuern und Resort-Umsätzen. Sollte sich die Prognose bewahrheiten, wäre der Casino-Ausbau in New York nicht nur ein regionales Prestigeprojekt, sondern einer der wirtschaftlich bedeutendsten Schritte im US-Glücksspielmarkt der vergangenen Jahre.
Besonders bemerkenswert ist dabei der Zeitfaktor. Die Analysten rechnen mit einer Anlaufphase von maximal drei Jahren, da die Region bereits heute als „unterversorgt“ im Casino-Segment gilt. Die Nachfrage sei vorhanden, die Metropolregion mit rund 20 Millionen Einwohnern und Millionen Touristen pro Jahr biete genügend Potenzial, um selbst drei große Anlagen parallel zu tragen. CBRE hält den Markt deshalb trotz des massiven Ausbaus nicht für übersättigt.
Ein zentraler Treiber der erwarteten Umsätze ist das bestehende Racino Resorts World New York City in Queens. Das Haus könnte nach Einschätzung von CBRE zunächst einen Vorsprung aufbauen, weil dort bereits ab Mitte 2026 erste klassische Spieltische eingeführt werden sollen – also mehrere Jahre vor den beiden anderen Projekten. Genting plant für den Umbau seiner bisherigen Spielstätte zu einem vollwertigen Integrated Resort Investitionen von rund 5 Milliarden US-Dollar.
Riesige Spielflächen und Milliardeninvestitionen
Auch die beiden anderen Projekte sollen neue Maßstäbe setzen. Laut CBRE sind die geplanten Spielflächen außergewöhnlich groß: Vorgesehen sind mehr als 200 Tische bei Bally’s in der Bronx, über 400 Tische beim Hard Rock-Projekt in Queens und sogar mehr als 500 Tische bei RWNYC.
Die beiden CBRE-Analysten Colin Mansfield und Connor Parks erklärten:
„Die geplanten Spielbereiche sind riesig und verfügen über einige der größten, wenn nicht sogar die größten Tischflächen, die es in der regionalen Glücksspielbranche gibt.“
Hinzukommen insgesamt mehr als 8.000 zusätzliche Spielautomaten. Damit entstünde in New York ein Markt, der selbst im vorsichtigen Szenario bei rund 4,1 Milliarden US-Dollar GGR liegen würde. Neben Las Vegas sind das Umsätze, die nur in Casino-Märkten wie Macau oder Singapur generiert werden
Die Region sei „reif für neues Angebot“, weil sie bislang trotz ihrer Größe vergleichsweise wenig Casino-Kapazität habe – und das in einer Stadt, die wirtschaftlich und touristisch zu den stärksten Standorten der Welt zählt.

