StartRecht & BusinessSpielerschutzBesorgnis wegen Glücksspiel-Boom bei griechischen Minderjährigen

Besorgnis wegen Glücksspiel-Boom bei griechischen Minderjährigen

• Glücksspiel-Boom bei griechischen Minderjährigen sorgt für zunehmende Besorgnis.
• Studien zeigen, dass viele Jugendliche bereits regelmäßig an Glücksspielen teilnehmen.
• Experten warnen vor langfristigen Risiken für junge Spieler.


Der Glücksspiel-Boom unter griechischen Minderjährigen rückt zunehmend in den Fokus von Politik und Suchtexperten. Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass ein erheblicher Teil der Jugendlichen bereits oft schon in jungen Jahren Erfahrungen mit dem Glücksspiel gesammelt hat.

Nach Angaben von Fachleuten haben mehr als ein Drittel der griechischen Jugendlichen im Alter von 16 bis 17 Jahren schon mindestens einmal an einer Form von Glücksspiel teilgenommen. Dazu gehören unter anderem Sportwetten, Online-Casinospiele oder Lotterieangebote.

Der griechische Psychologe George Floros, der sich mit Glücksspielverhalten beschäftigt, erklärte dazu:

„Je früher junge Menschen mit Glücksspiel beginnen, desto höher ist das Risiko, später problematisches Spielverhalten zu entwickeln.“

Besonders alarmierend ist laut Experten, dass viele Minderjährige nicht nur gelegentlich zocken. Ein Teil der Jugendlichen nutzt Glücksspielangebote regelmäßig, teilweise sogar mehrmals im Monat. Digitale Angebote und mobile Apps erleichtern ihnen dabei den Zugang erheblich.

Auch soziale Medien spielen eine Rolle. Demnach erreicht Werbung für Wettangebote oder Online-Casinos junge Menschen besonders häufig über Online-Plattformen, die eigentlich nicht für Glücksspielwerbung gedacht sind. Dadurch verschwimmen die Grenzen zwischen Unterhaltung, Gaming und Glücksspiel.

Experten warnen vor langfristigen Folgen

Fachleute sehen mehrere Gründe für den starken Anstieg der Teilnahme. Neben der zunehmenden Digitalisierung wird die Popularität von Sportwetten ebenfalls als wichtiger Faktor genannt. Besonders Fußballwetten gelten bei Jugendlichen als Einstieg in das Glücksspiel.

Zudem nutzen viele Minderjährige Konten von Erwachsenen oder umgehen Alterskontrollen im Internet, was vorhandene Schutzmaßnahmen untergräbt. Dadurch können sie trotz gesetzlicher Beschränkungen auf Angebote zugreifen, die eigentlich erst ab 18 Jahren erlaubt sind.

Der Online-Glücksspielmarkt in Griechenland ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Laut Branchenanalysen stiegen die Bruttospielerträge von rund 437 Mio. Euro im Jahr 2020 auf etwa 1,5 Mrd. Euro im Jahr 2025. Besonders Online-Sportwetten und digitale Casinos gelten dabei als Treiber des Wachstums im regulierten Markt.

Neben gesundheitlichen Risiken sehen Experten auch gesellschaftliche Folgen. Früher Kontakt mit Glücksspiel kann langfristig zu finanziellen Problemen, Schulden oder Suchtverhalten führen.

Organisationen fordern daher strengere Kontrollen bei Online-Angeboten und eine stärkere Regulierung von Glücksspielwerbung. Insbesondere Maßnahmen zum Jugendschutz stehen dabei im Mittelpunkt der Diskussion. Auch Bildungsprogramme könnten eine Rolle spielen. Schulen und Eltern sollen stärker über die Risiken von Glücksspiel aufklären, um Jugendliche frühzeitig zu sensibilisieren.

Die aktuellen Zahlen aus Griechenland zeigen damit ein Problem, das weit über den nationalen Markt hinausgeht. In vielen europäischen Ländern wächst die Sorge, dass digitale Glücksspielangebote auch für Minderjährige immer leichter zugänglich werden.

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