• In Japan soll es nicht bei nur einem Casino-Resort bleiben.
• Die Regierung bestätigt ein neues Bewerbungsfenster ab 2027.
• Mehrere Regionen zeigen erneut Interesse an den großen Resorts.
Japan will neue Casino-Bewerbungen in den kommenden Jahren möglich machen. Die Regierung in Tokio hat offiziell bestätigt, dass eine zweite Bewerbungsrunde für sogenannte Integrated Resorts (IR) geplant ist. Städte und Präfekturen können demnach zwischen Mai und Dezember 2027 neue Vorschläge für große Casino- und Tourismusprojekte einreichen.
Mit diesem Schritt will Japan die Entwicklung seines regulierten Casinosektors vorantreiben. Integrated Resorts sind groß angelegte Freizeitkomplexe, die Casinos mit Hotels, Konferenzzentren, Einkaufsflächen und Entertainmentangeboten kombinieren.
Sie sollen vor allem internationale Touristen anziehen und damit zusätzliche Einnahmen für Wirtschaft und Tourismus generieren. Bisher hat die japanische Regierung lediglich ein einziges Projekt genehmigt – ein milliardenschweres Resort in der Stadt Osaka.
Das geplante MGM Osaka Integrated Resort entsteht auf der künstlichen Insel Yumeshima in der Bucht von Osaka. Das Projekt wird gemeinsam von MGM Resorts und dem japanischen Finanzkonzern Orix entwickelt. Die Investitionssumme liegt bei rund 10 Milliarden US-Dollar, die geplante Eröffnung ist für 2030 vorgesehen.
Das Resort soll eines der größten Casino- und Tourismusprojekte in Asien werden. Neben dem Casino sind mehrere Luxushotels, große Kongressflächen, Restaurants, Shoppingbereiche sowie Entertainmentangebote geplant.
Weitere Bewerbungen waren zunächst ausgesetzt worden. Grund dafür war, dass mehrere Regionen ihre Projekte zurückzogen oder die politische Unterstützung fehlte.
Zweite Bewerbungsrunde startet 2027
Mit dem neuen Zeitplan schafft die Regierung nun Klarheit über die nächsten Schritte. Regionen, die ein Casino-Resort errichten möchten, erhalten erneut die Möglichkeit, entsprechende Konzepte einzureichen. Die Bewerbungsphase soll im Mai 2027 beginnen und bis Dezember desselben Jahres laufen. Anschließend wird die nationale Regierung entscheiden, welche Projekte eine Lizenz erhalten.
Ein Vertreter des japanischen Tourismusministeriums erklärte dazu:
„Wir planen, den Zeitraum für die zweite Bewerbungsrunde von Mai bis Dezember 2027 festzulegen.“
Branchenbeobachter erwarten, dass mehrere Präfekturen ihre früheren Pläne wieder aufnehmen könnten. In der Vergangenheit hatten unter anderem Nagasaki, Yokohama oder Wakayama Interesse an Casino-Resorts gezeigt. Einige Projekte wurden jedoch wegen politischer Debatten oder wirtschaftlicher Risiken gestoppt.
Japans Regierung verfolgt mit dem IR-Modell eine Strategie, die sich bereits in anderen asiatischen Glücksspielzentren bewährt hat. Besonders Standorte wie Macau oder Singapur zeigen, wie stark integrierte Casinoresorts den internationalen Tourismus ankurbeln können.
Mit der angekündigten zweiten Bewerbungsrunde könnte der Wettbewerb um Japans Casino-Lizenzen erneut Fahrt aufnehmen. Internationale Glücksspielkonzerne beobachten die Entwicklung aufmerksam, da der japanische Markt neben der Casino-Hochburg Macau langfristig als einer der profitabelsten weltweit gilt. Sollten mehrere Regionen erfolgreich neue Konzepte einreichen, könnte Japan in den kommenden Jahren zu einem weiteren wichtigen Zentrum des globalen Casino-Tourismus werden.

