• FanDuel beendet Zahlungen per Kreditkarte für Wetten.
• DraftKings stellte bereits 2025 entsprechende Einzahlungen ein.
• Anbieter reagieren auf Druck durch Regulierer und Spielerschutzdebatte.
FanDuel hat angekündigt, Kreditkartenzahlungen für Sportwetten in den USA zu stoppen und folgt damit dem Schritt des Konkurrenten DraftKings aus dem vergangenen Jahr. Ziel der Maßnahme ist es laut Branchenberichten, problematisches Spielverhalten zu reduzieren und regulatorischen Erwartungen stärker zu entsprechen.
Experten sehen darin einen symbolischen Schritt hin zu mehr Verantwortung im schnell wachsenden Wettmarkt. Während die umstrittenen Kreditkartenzahlungen in manchen Staaten ohnehin selten genutzt wurden, könnte der vollständige Ausstieg dennoch Auswirkungen auf Einzahlungsverhalten und Wettvolumen haben. Gleichzeitig hoffen Betreiber, das Vertrauen von Politik und Öffentlichkeit zu stärken.
Casey Clark, Senior Vice President der American Gaming Association erklärtre dazu:
„Wir beobachten eine klare Bewegung hin zu sichereren Zahlungsmethoden. Die Branche erkennt zunehmend, dass nachhaltiges Wachstum nur mit starkem Spielerschutz möglich ist.“
Künftig sollen Nutzer stattdessen auf alternative Zahlungsmethoden wie Debitkarten, Banküberweisungen oder digitale Wallets ausweichen. Kreditkarten gelten seit längerem als besonders riskant, da sie es Spielern ermöglichen, mit geliehenem Geld zu wetten. Mehrere US-Bundesstaaten hatten bereits Einschränkungen diskutiert oder umgesetzt, weshalb sich die großen Anbieter offenbar zu einer branchenweiten Anpassung entschlossen haben.
Signalwirkung für den gesamten US-Markt?
Beobachter erwarten, dass weitere Plattformen dem Beispiel folgen könnten. Schon jetzt wird diskutiert, ob alternative Finanzierungswege wie Prepaid-Systeme oder strengere Identitätsprüfungen stärker in den Vordergrund rücken sollen.
Kreditkarteneinzahlungen stehen seit Jahren in der Kritik, da sie das Risiko erhöhen, dass Spieler Geld einsetzen, das sie nicht besitzen. Mehrere Länder – darunter Großbritannien – haben solche Zahlungsmethoden bereits verboten, während US-Anbieter nun freiwillig strengere Regeln einführen.
Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass ein Verbot allein nicht alle Risiken beseitigt. Spieler könnten auf weniger regulierte Plattformen ausweichen oder andere Kreditformen nutzen. Befürworter halten dagegen, dass jede Hürde impulsive Entscheidungen erschwert und somit präventiv wirkt.
Fest steht: Der Schritt von FanDuel und DraftKings verändert die Zahlungslandschaft im US-Glücksspielmarkt. Während die unmittelbaren finanziellen Folgen noch unklar sind, dürfte die Entscheidung langfristig den Umgang mit Einzahlungen prägen.

