• Casino-Buffets verschwinden nach und vom Las Vegas Strip.
• MGM Resorts plant offenbar die komplette Schließung bis 2027.
• Steigende Kosten und veränderte Gästegewohnheiten treiben den Wandel voran.
Die klassischen Casino-Buffets gehörten jahrzehntelang fest zur DNA von Las Vegas. Eine riesige Auswahl, günstige Preise und rund um die Uhr verfügbare Essen lockten über Jahre Millionen Besucher in die großen Resorts am Strip. Doch dieser Teil der Glücksspielkultur verschwindet zunehmend. Laut aktuellen Berichten sollen die verbliebenen Buffet-Angebote von MGM Resorts International bis spätestens 2027 schließen.
Besonders symbolträchtig ist dabei das geplante Aus für das bekannte Buffet im MGM Grand Las Vegas. Das Restaurant galt lange als eines der bekanntesten Buffets der Stadt. Bereits während der Pandemie verschwanden zahlreiche vergleichbare Angebote dauerhaft, nun setzt sich dieser Trend offenbar endgültig fort.
Hintergrund sind vor allem wirtschaftliche Gründe. Buffet-Restaurants galten in Las Vegas traditionell als sogenannte „Loss Leader“ – also Angebote, mit denen die großen Casinos Gäste anlockten, obwohl sie kaum Gewinne erzielten. Besucher sollten günstig essen, dafür aber länger im Casino bleiben und mehr Geld beim Glücksspiel ausgeben.
Scott Roeben vom Branchenmagazin Vital Vegas erklärt dazu:
„Buffets waren nie besonders profitabel. Sie waren vor allem ein Marketinginstrument, um Spieler in die Casinos zu holen.“
Genau dieses Modell funktioniere heute jedoch deutlich schlechter als früher. Hinzu kämen stark gestiegene Betriebskosten. Lebensmittelpreise, Personalaufwand und Energieausgaben haben sich in den vergangenen Jahren massiv erhöht. Gleichzeitig geben viele Besucher inzwischen lieber Geld für hochwertige Restaurants, Food Halls oder exklusive Erlebnisse aus statt für klassische All-you-can-eat-Angebote.
Las Vegas verändert sein Geschäftsmodell
Die großen Casino-Konzerne setzen deshalb zunehmend auf margenstärkere Gastronomie. Luxusrestaurants, Celebrity-Köche und hochwertige Bars bringen oft deutlich höhere Gewinne als Buffets mit festen Pauschalpreisen. Besonders jüngere Touristen bevorzugen laut Branchenbeobachtern individuellere und modernere Gastronomiekonzepte.
Vor der Corona-Pandemie gab es in Las Vegas noch mehr als 70 große Casino-Buffets. Inzwischen ist nur noch ein Bruchteil davon übrig. Viele Häuser entschieden sich nach den Lockdowns bewusst gegen eine Wiedereröffnung ihrer Buffet-Bereiche.
Das klassische Las-Vegas-Buffet entstand vor allem in den 1940er- und 1950er-Jahren. Casinos boten günstige All-you-can-eat-Menüs an, um Gäste möglichst lange im Gebäude zu halten. Teilweise kosteten Buffets damals nur wenige Dollar. Über Jahrzehnte entwickelten sie sich zu einem festen Symbol des Las-Vegas-Strip – mit riesigen Auswahlflächen, internationalen Speisen und rund um die Uhr geöffneten Restaurants.
Trotzdem verschwindet das Konzept nicht komplett aus der Stadt. Einige Resorts halten weiterhin an Buffets fest – oft allerdings in deutlich luxuriöserer Form und mit höheren Preisen. Besonders hochwertige Seafood- oder Gourmet-Buffets bleiben bei Touristen beliebt.
Die Entwicklung zeigt jedoch, wie stark sich Las Vegas verändert hat. Die Stadt verdient heute längst nicht mehr nur mit Glücksspiel Geld, sondern zunehmend mit Luxus, Unterhaltung, Konzerten und Spitzengastronomie. Genau deshalb verlieren traditionelle Buffet-Angebote für viele Betreiber an Bedeutung.
Für viele langjährige Vegas-Fans bedeutet das dennoch das Ende einer Ära. Denn kaum etwas stand so sehr für das klassische Las-Vegas-Gefühl wie ein riesiges Casino-Buffet mitten im Trubel des weltberühmten Strip.

