• Wettfavoriten des Golf Masters 2026 liefern vor Augusta ein ziemlich klares Bild.
• Scottie Scheffler geht erneut als Topfavorit ins erste Golf-Major des Jahres.
• Neben dem Titelrennen sorgen einige skurrile Spezialwetten für Aufmerksamkeit.
Das bis Sonntag laufende Masters 2026 ist weitaus mehr ist als nur das erste Golf-Major des Jahres. Augusta bietet Tradition und Prestige und damit einen besonderen Markt für Quoten, Narrative und große Namen. Zum Start richtet sich der Blick vor allem auf jene Spieler, die das berühmte grüne Jacket holen könnten.
Ganz vorne sehen die Bauchmacher erneut Scottie Scheffler (USA) mit einer Wettquote von 6,00 auf den Sieg. Das ist keine Überraschung: Der Weltranglistenerste gewann das Masters bereits 2022 und 2024 und gehört auf diesem Kurs praktisch automatisch zum engsten Favoritenkreis. Hinter ihm folgt Jon Rahm (Spanien) mit 10,00. Der Spanier gewann Augusta 2023 und bringt damit nicht nur Form, sondern auch nachgewiesene Masters-Tauglichkeit mit.
Ebenfalls hoch gehandelt wird Bryson DeChambeau (USA) mit 11,00. Der Amerikaner hat das Masters zwar noch nie gewonnen, war zuletzt aber mehrfach nah dran und gilt gerade wegen seiner Explosivität vom Tee als gefährlicher Augusta-Kandidat. Rory McIlroy (Nordirland) liegt bei 12,00 – und reist als Titelverteidiger an, nachdem er das Masters 2025 endlich gewonnen und damit seinen Karriere-Grand-Slam komplettiert hatte. Komplettiert wird die erste Favoritengruppe von Ludvig Åberg (Schweden) mit 15,00. Der junge Schwede hat zwar noch keinen Masters-Sieg, überzeugte in Augusta aber schon mit einem zweiten Platz 2024 und einem geteilten siebten Rang 2025.
Neben den Siegquoten sind in Augusta auch Platzierungswetten beliebt. Besonders gefragt sind Märkte wie Top-10-Finish, bester Europäer oder First Round Leader. Gerade bei einem Feld von nur rund 100 Spielern wirken solche Spezialmärkte oft greifbarer als die reine Siegerwette – und ziehen deshalb viele Wettfans an.
Das Masters wird 2026 zum 90. Mal ausgetragen und ist traditionell das erste Major des Jahres. Gespielt wird über vier Runden auf dem legendären Par-72-Kurs des 6,8 Kilometer langen Augusta National Golf Clubs. Sollte es nach vier Runden keinen alleinigen Führenden geben, entscheidet ein Stechen, was in der Turniergeschichte bereits 18 Mal nötig war, zuletzt 2025. Auch finanziell ist das Event gewachsen: Das Preisgeld steigt auf rund 25 Millionen US-Dollar, davon 5 Millionen US-Dollar für den Sieger.
Wenn Augusta plötzlich skurril wird
Neben den klassischen Siegerwetten lebt das Masters inzwischen auch von einer zweiten, deutlich verspielteren Ebene: den Prop Bets. Also Wetten auf kuriose oder ungewöhnliche Turnierereignisse.
Eine der populärsten Spezialwetten lautet: Gibt es ein Hole-in-One? Die „Ja“-Option wurde bei DraftKings zuletzt mit einer Quote von 1,62 entspricht. Das „Nein“ lag bei 2,25. Historisch ist die Wette durchaus reizvoll: Seit 1934 gab es beim Masters 34 Hole-in-Ones, allein an der berühmten 16. Bahn sogar 24. Das letzte Ass gelang Stewart Cink im Jahr 2022.
Noch exotischer wird es bei der Frage nach einem Albatross, also drei Schläge unter Par auf einem Loch. Diese Wette stand bei 17,00. Das passt zur Seltenheit: In der gesamten Masters-Geschichte gab es davon erst vier Fälle. Deutlich realistischer wirkt da die Wette auf ein Playoff mit mindestens zwei Spielern, die bei 5,00 notierte. Immerhin wurde das Turnier bereits 18 Mal im Stechen entschieden.
Ein Buchmacher erklärte gegenüber Medien:
„Sportwettenanbieter offerieren zum Masters eine Vielzahl von Wetten, die es bei normalen PGA-Tour-Events meist gar nicht gibt.“
Dazu kommen Märkte wie bester Europäer oder First Round Leader. Für ersteren wurde Ludvig Åberg mit 9,20 hervorgehoben, während Bryson DeChambeau als möglicher Führender nach Runde eins bei 18,00 auftaucht. Das zeigt ziemlich gut, warum Augusta auch aus Wettsicht so beliebt ist: Das Turnier bietet nicht nur Prestige, sondern auch ungewöhnlich viele spannende Nebenmärkte.
Am Ende bleibt aber die wichtigste Frage die klassische: Wer zieht am Sonntagabend das grüne Jacket an? Scheffler startet als Mann, den es zu schlagen gilt. Doch gerade Augusta hat oft genug gezeigt, dass selbst klare Favoriten hier nicht automatisch sicher sind.

