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Wer holt sich den Titel beim Snooker World Grand Prix?

• Trump, Selby und O’Sullivan Favoriten beim Snooker World Grand Prix 2026.
• Top-16-Spieler kämpfen um Ranglistenpunkte und 700.000 GBP Preisgeld.
• Titelverteidiger Kyren Wilson früh ausgeschieden.


Der Snooker World Grand Prix 2026 zählt für Spieler wie Wettfans zu den wichtigsten Stationen im Kalender der Profitour. Das Einladungsturnier bringt die 16 punktbesten Spieler der laufenden Saison zusammen und wird in diesem Jahr erneut im Hong Kong Coliseum ausgetragen. Entsprechend hoch war das Niveau von Beginn an, denn nur die formstärksten Profis dürfen überhaupt in der asiatischen Metropole antreten.

Die Teilnahme am Turnier ist streng limitiert: Startberechtigt sind ausschließlich die 16 punktbesten Spieler der laufenden Einjahres-Rangliste. Diese Setzliste basiert auf den Ergebnissen der Saisonturniere und sorgt dafür, dass nur die formstärksten Profis antreten. Favoriten genießen dadurch keinen leichten Weg – jede Runde gleicht faktisch einem Duell auf Topniveau.

Das Gesamtpreisgeld des Snooker World Grand Prix 2026 beträgt rund 380.000 GBP. Der Sieger erhält 100.000 Pfund, der Finalist 40.000. Für die unterlegenen Halbfinalisten gibt es noch jeweils 20.000. Für das höchste Break ist zusätzlich eine Prämie von 10.000 Pfund ausgelobt. In diesem Ranking ist noch Luft nach oben. Nach dem ersten Tag führt Zhang Anda mit einem Break von moderaten 124.

Sportlich zeigte sich schon früh ein bekanntes Bild, denn die Routiniers bestimmen auch in Hongkong größtenteils das Tempo. Besonders Mark Selby zeigte sich trotz Jetlag nach der Anreise aus Europa unbeeindruckt und spielte mehrere starke Breaks jenseits der 70-Punkte-Marke. Beobachter sprechen bereits von einem „klassischen Selby-Turnier“, das von taktischer Geduld und hoher Konstanz geprägt ist.

Frühes Aus für Kyren Wilson

Mit Blick auf den Turniersieg gelten Mark Selby (Turniersieg ca. 5,5) sowie Ronnie O’Sullivan (ca. 8,0) als Mitfavoriten. Gleiches gilt für Shaun Murphy mit 7,5. Der frischgebackene Berlin-Sieger Judd Trump wird mit Quoten um 4,0 wieder einmal als erster Anwärter auf den Titel eingeschätzt.

Für eine der größten Überraschungen sorgte hingegen das frühe Ausscheiden von Kyren Wilson, der als Titelverteidiger angereist war. Bereits in der Auftaktrunde unterliefen ihm ungewöhnlich viele Fehler im Safety-Spiel, was das Match zugunsten von Xiao Guodong kippte. Der chinesische Snooker-Profi gewann letztendlich relativ deutlich mit 5:2.

Wilson erklärte nach dem überraschend frühen Aus:

„Ich habe einfach nicht meinen Rhythmus gefunden, besonders bei den langen Bällen. Auf diesem Niveau wird jeder kleine Fehler sofort bestraft.“

Für Wettfreunde bedeutete das frühe Ausscheiden des Mitfavoriten neue Dynamik, denn mehrere Außenseiter rückten plötzlich in den Kreis der Finalkandidaten. Damit bleibt der World Grand Prix auch 2026 das, was er sein soll: ein Turnier, bei dem Form, Nervenstärke – und manchmal ein einziger Frame – über Ruhm oder ein frühes Heimfahren entscheiden. Ob Judd Trump seiner beeindruckenden Titelsammlung eine weitere Trophäe hinzufügen kann, wird sich in wenigen Tagen zeigen.

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