• Einige klare Wettfavoriten vor dem Viertelfinale der Champions League.
• Arsenal, PSG und Barcelona gehen mit leichten Vorteilen in ihre Hinspiele.
• Form, Verletzungen und nationale Trends könnten den Unterschied machen.
Vor dem Viertelfinale der UEFA Champions League sehen die Buchmacher einige Wettfavoriten. Am deutlichsten ist die Ausgangslage bei Sporting Lissabon gegen den FC Arsenal. Die Londoner gehen laut Wettanbietern mit einer Siegquote von 1,8 in das Hinspiel, Sporting liegt bei 4,50, das Remis bei 3,5. Das ist eine respektable Favoritenrolle für Arsenal, gerade weil Sporting zu Hause normalerweise deutlich unangenehmer wirkt.
Bei Paris Saint-Germain gegen Liverpool erscheinen die Chancen hingegen weniger klar verteilt. PSG wird für den Heimsieg mit etwa 1,7 geführt, Liverpool liegt bei 4,3, das Unentschieden bei 4,5. Das zeigt: Paris wird leicht vorne gesehen, aber eben nicht in einer Position, in der das Rückspiel an der Anfield Road schon eingepreist wäre.
Bei Barcelona gegen Atlético Madrid spricht der Markt noch etwas klarer für die Gastgeber. Barça liegt für den Sieg im Hinspiel bei rund 1,5, Atlético bei 5,40, das Remis bei 5,5. Das passt zur Wahrnehmung, dass Barcelona aktuell die stabilere Spielanlage mitbringt – auch wenn Atlético gerade in K.-o.-Spielen immer unangenehm bleibt.
Auf den Champions-League-Sieg tippen die Anbieter vor dem Viertelfinale vor allem auf Arsenal (3,6), Bayern München (4,0) und Barcelona (5,5). Um dies zu erreichen, liegt vor den Teams jedoch noch ein schwieriger Weg.
Am engsten und prestigeträchtigsten erscheint naturgemäß das Duell Real Madrid gegen Bayern München. Real wird im Bernabéu mit rund 2,7 auf den Heimsieg bewertet, Bayern liegt bei etwa 2,3, das Remis bei 3,8. Das ist keine echte Favoritenrolle, sondern fast ein Münzwurf mit leichtem Bonus für Bayern.
Form, Druck und drei große Fragezeichen
Statt der Quoten entscheidet im Viertelfinale jedoch wie immer die aktuelle Form – und genau da wird es richtig interessant. Arsenal geht mit einer stabilen Ausgangslage in die K.-o.-Runde. In der Premier League mischen die Londoner weiter ganz oben mit und wirken seit Wochen strukturell gefestigt. Das Team von Mikel Arteta verteidigt sauber, kontrolliert Spiele gut und bringt inzwischen auch in Europa deutlich mehr Reife mit als noch in früheren Jahren. Allerdings zeigt das jüngste Pokal-Aus, dass auch der englische Titelanwärter vor negativen Überraschungen nicht gefeit ist.
Bei Bayern München kreist vieles um Harry Kane. Der englische Stürmer trainierte nach seiner Knöchelverletzung zwar wieder, doch Trainer Vincent Kompany wollte die finale Entscheidung über einen Einsatz erst kurz vor dem Spiel treffen. Klar ist: Kane wäre ein enormer Faktor. Der Angreifer steht in dieser Saison laut Reuters bei 48 Toren in 40 Pflichtspielen – und ist damit für Bayerns Angriff nicht einfach zu ersetzen.
Bayern-Trainer Vincent Kompany erklärte am Ostermontag vieldeutig:
„Wir entscheiden bei Harry morgen. Er hat trainiert, das ist positiv.“
Auf der anderen Seite wirkt Real Madrid derzeit nicht ganz so unerschütterlich wie in manchen früheren Champions-League-Frühjahren. Die Madrilenen kommen aus einer überraschenden Liga-Niederlage gegen Mallorca und zeigen national zuletzt immer wieder kleine Unsauberkeiten. Gerade deshalb ist das Duell mit Bayern so reizvoll: Madrid bringt die Aura mit, Bayern aktuell womöglich die etwas klarere Formkurve.

