• Glücksspiel-Razzien im Norden decken illegale Automaten auf.
• Polizei durchsuchte Gaststätten, Wohnungen und weitere Objekte.
• Beweisittel und Vermögen im hohen Wert sichergestellt.
Glücksspiel Razzien in Norddeutschland haben erneut das organisierte Verbrechen ins Visier genommen. Polizei und Ermittlungsbehörden gingen in den vergangenen Tagen mit großem Aufwand gegen den Betrieb von illegalem Glücksspiel vor – mit Schwerpunkt in Schleswig-Holstein und Hamburg.
Mehr als 140 Einsatzkräfte kontrollierten am Donnerstag allein in Elmshorn und Hamburg Gaststätten und weitere Verdächtige Orte. Dabei stellten sie zahlreiche Spielautomaten sicher und beschlagnahmten hohe Werte an Bargeld, Fahrzeugen und Immobilien.
Bei früheren Razzien stellten Polizei, Zoll und Ordnungsämter mehrfach Waffen, Betäubungsmittel und manipulierte Automaten sicher. Ermittlungen richten sich zudem gegen mögliche kriminelle Strukturen und Täternetzwerke.
Der Einsatz wurde von einer bei der Generalstaatsanwaltschaft Schleswig eingerichteten Koordinierungs- und Ermittlungseinheit zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität geleitet. Neben Polizeibeamten aus beiden Bundesländern waren auch Steuerfahnder und Mitarbeitende des Elmshorner Ordnungsamtes beteiligt. Insgesamt führten die Durchsuchungen zu Sicherstellungen von über 50 illegalen Spielgeräten sowie elektronischen Speichermedien und umfangreichen Unterlagen.
Die Behörden gehen davon aus, dass in den betroffenen Lokalen Glücksspiel ohne entsprechende Genehmigungen betrieben wurde. Der Verdacht richtet sich insbesondere auf den Betrieb insbesondere von Geldspielautomaten, deren Einnahmen den mutmaßlichen Betreibern zugeflossen sein könnten, ohne dass zudem die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt wurden.
Großeinsätze in mehreren Regionen
Weitere Aktionen im Rahmen dieser Ermittlungswelle gab es bereits in den vergangenen Monaten. So durchsuchten Ermittler in Lübeck und angrenzenden Regionen Gewerberäume, Kneipen und Spielstätten. Bei einem Einsatz mit rund 200 Beamten wurden neben Spielautomaten auch Schusswaffen, Betäubungsmittel sowie Wertgegenstände im Wert von mehreren hunderttausend Euro gefunden und gesichert.
Die Polizei betont, dass es bei solchen Razzien nicht nur um das Aufspüren von illegalen Glücksspielmaschinen gehe, sondern auch darum, organisierte Strukturen zu zerschlagen, die hinter dem Betrieb stehen könnten. Dabei arbeiten Landeskriminalämter, Staatsanwaltschaften und öffentliche Ordnungsbehörden eng zusammen, um die komplexen Netzwerke solcher illegaler Aktivitäten aufzudecken und strafrechtlich zu verfolgen.
Ein Sprecher der Polizei erklärte zur Bedeutung der jüngsten Einsätze in Hamburg und Schleswig-Holstein:
„Unsere Ermittlungen zeigen: Wer sich über geltende Gesetze hinwegsetzt und illegales Glücksspiel betreibt, muss mit konsequentem polizeilichem Zugriff und rechtlicher Verantwortung rechnen.“
Die Ermittlungen zu den aktuellen Razzien dauern an, und die Behörden prüfen, inwiefern Betreiber und beteiligte Personen strafrechtlich zur Rechenschaft gezogen werden können. Auch mögliche weitere Standorte werden derzeit untersucht, um ähnliche Aktivitäten frühzeitig zu unterbinden.

