• Snooker Tour Championship 2026 mit mehreren Wettfavoriten
• Buchmacher sehen Judd Trump, Zhao Xintong und Mark Selby vorn.
• Altmeister Ronnie O’Sullivan hat für das Turnier abgesagt.
Die Snooker Tour Championship 2026 ist eines dieser Turniere, bei denen die Namenliste fast schon mehr sagt als jede Werbekampagne. Nur 12 Spieler sind dabei, das Feld ist brutal eng – und genau deshalb schauen viele Fans zuerst auf die Wettmärkte.
Dort führt aktuell Judd Trump das Tableau an. Für den Turniersieg wird er bei den Anbietern von Sportwetten mit rund 3,7 gehandelt. Für den Finaleinzug taucht er in der Liste der Kandidaten ebenfalls ganz oben auf. Besonders häufig wird mit 5,5 dabei auf ein Finale von Trump gegen Zhao Xintong gewettet.
Direkt hinter Trump folgt in Bezug auf die Titelchancen der amtierende Weltmeister. Zhao Xintong nach seinem zuletzt starken Saisonverlauf. Seine Siegquote liegt aktuell bei 4,60. Auch für den Finaleinzug ist Zhao in den Märkten extrem präsent – vor allem in Kombination mit Trump oder Neil Robertson. Das zeigt: Der Markt sieht ihn klar in Reichweite des Endspiels.
Ebenfalls weit vorne notiert ist Mark Selby auf den Titel (5,5), gefolgt von Neil Robertson mit 8,5. Dahinter wird das Feld deutlich breiter. Spieler wie Mark Williams, John Higgins oder Chris Wakelin bringen zwar Qualität genug für einen Lauf mit, starten in den Märkten aber eher als gefährliche Herausforderer denn als klare Topfavoriten.
Jason Ferguson, Chairman der World Professional Billiards and Snooker Association, erläutert zur Bedeutung des Turniers:
„Die Tour Championship ist eines der härtesten Events des Kalenders, weil wirklich jeder Spieler dort in Form ist.“
Das Besondere an diesem Turnier ist genau das: Es gibt praktisch keine „leichte Seite“ im Draw. Wer hier den Titel holt, muss mehrere Spitzenspieler nacheinander schlagen. Und das macht die Wettmärkte deutlich volatiler als bei vielen anderen Snooker-Events.
Elitefeld, enge Setzliste, hoher Druck
Die Tour Championship 2026 findet vom 30. März bis 5. April 2026 im Manchester Central in Manchester statt. Sie ist das 17. und vorletzte Ranglistenturnier der Saison 2025/26 und zugleich das letzte Event der Players Series vor der Weltmeisterschaft. Titelverteidiger ist John Higgins, der das Turnier 2025 erstmals gewann.
Die Setzliste basiert auf der Einjahresrangliste nach den Ergebnissen bis zum World Open 2026. Die Top 4 erhalten ein Freilos für das Viertelfinale, die Plätze 5 bis 8 treffen in Runde eins auf die Spieler von 9 bis 12. Gespielt wird durchgehend im Format Best of 19 Frames, also über zwei Sessions – auch im Finale.
Die Tour Championship gehört zur Players Series und ist nur für die Top 12 der Saison offen. Ronnie O’Sullivan hätte sich zwar als Nummer 9 der Einjahresrangliste qualifiziert, trat aber nicht an. Das passt zu seiner zuletzt sehr selektiven Saisonplanung, in der er mehrfach Turniere ausließ und seine Belastung sichtbar reduziert hat.
Auch finanziell ist das Turnier hochkarätig besetzt. Das Gesamtpreisgeld beträgt 500.000 Pfund. Der Sieger erhält 150.000, der Finalist 60.000 und Halbfinalisten jeweils 40.000 Pfund. Allein für die Teilnahme fließen 20.000 Pfund. Für das höchste Break gibt es zusätzlich 10.000 Pfund.
Gerade deshalb ist die Tour Championship mehr als nur ein kleines Elite-Event vor der WM in Sheffield. Sie ist ein Formtest unter Höchstlast – und auch für den Sportwettenmarkt oft ein ziemlich guter Indikator dafür, wer wenige Wochen später auch im Crucible ganz vorne mitspielen kann.

